Die Dauerausstellung – Liechtensteinisches Landesmuseum

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Am 29. November 2003 erfolgte nach mehr als elfjähriger Schliessung infolge baulicher Unzulänglichkeiten die Wiedereröffnung des Liechtensteinischen Landesmuseums in Vaduz. Nun zeigen sich bekannte und unbekannte Exponate nicht nur in neuen und renovierten Ausstellungsräumen, sondern auch in einem völlig neuen inhaltlichen Kontext.

 

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Beschreibung

Inhalt

siedeln: Aus der schriftlosen Ur- und Frühgeschichte sind archäologische Funde die einzigen Zeugnisse: Alltagsgegenstände und Überreste von Siedlungen. Doch spiegelt die Entwicklung der Siedlungsformen auch in allen späteren Zeiten soziale Wandlungen – wie etwa die Ankunft der Römer in der Antike oder jene der Alamannen in der Völkerwanderungszeit.

schützen: Die Sehnsucht nach Schutz und Geborgenheit steht am Anfang der Politik wie auch der Religion: Die Herrscher sollen irdische Gefahren abwenden, die Götter aushelfen, wo Menschenmacht versagt. Schutzbedürfnisse prägten zumal das Mittelalter, das wenig Präsenz der Staatsmacht im Alltag kannte und geistige Freiheit und Bildung Wenigen vorbehielt.

herrschen: Wie sehr Herrschaft auf Repräsentation beruht, zeigte vor allem das Zeitalter des Absolutismus. Doch bedeutet Machtausübung nicht nur Glanz; wichtiger ist oft die alltägliche Verwaltungsarbeit. Gerade absolute Herrschaft artet oft in Willkür aus; ohne Balance zwischen Regierenden und Regierten kann sich auf Dauer aber kein Machtsystem halten.

feiern: Jahrhunderte lang waren Gesellschaft und Weltbild von der Dorfgemeinschaft und der Religion geprägt. Noch im 19. Jahrhundert stand hierzulande dieses vormoderne Lebensgefühl in voller Blüte. Ein Beispiel dafür ist die Fest- und Feierkultur, die dem Alltag eine zeitliche Struktur verlieh und ihn mit heute fast vergessenem Sinn erfüllte.

schaffen: Unsere Schaffenskraft, ob beruflich oder privat, bestimmt unsere Lebensbedingungen wesentlich mit. Doch reichen Fleiss und Mühe allein nicht hin: In Liechtenstein etwa liessen äussere Faktoren stets nur ein karges und ärmliches Leben zu. Erst im 20. Jahrhundert änderte sich das gründlich; das Land hat heute Europas höchste Industriequote.

nutzen: Was der Mensch der Natur abgewinnen kann, davon hing Jahrtausende lang sein Überleben ab. Seine Haltung gegenüber den natürlichen Ressourcen schwankte zwischen Ausnutzung und Respekt. Die Grenze zu Raubbau und Umweltzerstörung brachte erst der technische Fortschritt zu Fall – welche Zukunft die Natur hat, hängt von uns ab.

Herausgeber:
Liechtensteinisches Landesmuseum, Vaduz

68 Seiten, bebildert

ISBN 3-9521735-2-5

 

 

Zusätzliche Information

Gewicht 0.270 kg